Wie schon vor ein paar Monaten berichtet, ist in der Linux Community ein heisser Kampf um “den” Hypervisor ausgebrochen.
Nun hat RedHat einen Schritt in Richtung Enterprise Virtualisierung auf Linux Based Systems gemacht. Mit KVM (Kernel-based Virtual Machines) verfügen sie nun über eine der solidesten Virtualisierungslösungen am Markt. Unter der Bezeichnung “Red Hat Enterprise Virtualization” wurde die neueste Lösung der Öffentlichkeit vorgestellt. Zwei der drei Hauptkomponenten (RedHat Enterprise Virtualization Hypervisor und der Virtualization Manager) sind bereits für einen angemessenen Preis erhältlich, die Desktop Virtualisierungslösung “RedHat Enterprise Virtualization for Desktops” ist noch in der Beta und wird hoffentlich recht bald folgen. Ich habe mich bereits für die Beta angemeldet und hoffe daran noch mitpartizipieren zu können. Es wird berichtet!
Das Flagschiff, der Red Hat Enterprise Virtualization Hypervisor ist ein standalone einsetzbarer Hypervisor, der als Gastgeber für virtuelle Linux- und Windows-Server und -Desktops agieren kann. Er verfügt über Funktionen wie Live-Migration, Snapshots, Hochverfügbarkeit und Ressourcen- und Powermanagement. Der Virtualization Manager, der zur Zeit nur auf einer MS Windows Server 2003 R2 Edition in U.S. englischer Sprache läuft, wird zum Konfigurieren, Bereitstellen und Überwachen von virtualisierten Linux- und Microsoft-Windows-Server Guests benötigt. Zur Zeit werden RHEL3, RHEL4, RHEL5, Windows 2003, Windows 2008, Windows XP als Guests unterstützt. Diese Liste wird aber in Zukunft sicher recht bald um die restlichen OpenSource Derivate erweitert werden.
So dürfte nun der Krieg um “den” Hypervisor eindeutig für KVM entschieden worden sein und es bleibt abzuwarten, wie lange die OpenSource Community sich noch mit Xen beschäftigen wird.