Bereits vor einigen Monaten hatte der Virtualisierungsspezialist VMWare
erstmals seine neuen Bestrebungen im Mobilfunkbereich verkündet. Im
Rahmen der am Donnerstag in Cannes zu Ende gegangenen
Virtualisierungsmesse VMworld Europe wurde die Technologie nun aber zum
ersten Mal der Öffentlichkeit demonstriert. So zeigte Technikchef Stephen Herrod in seiner Keynote am Mittwoch ein Nokia N800, das mit zwei Betriebssystemen gleichzeitig betrieben wurde. Neben
einer Windows CE-Installation fand sich hier auch Googles Android, der
Wechsel zwischen beiden funktioniert über ein eigenes minimales
Interface und geschieht praktisch umgehend.
Als Anwendungsszenario für eine solche Lösung verweist man immer
wieder auf die übliche Trennung zwischen Firmen- und Privathandy.
Anstatt hier zwei reale Endgeräte mit sich führen zu müssen, wäre es
doch einfacher zwischen einem Arbeits- und einem Freizeit-Profil auf
einem Device wechseln zu können, strich Herrod im Rahmen einer
Q&A-Session mit der Presse mehrmals heraus. Dabei soll es auch
möglich Anrufe für das eine Profil im anderen anzunehmen – so denn das
die jeweiligen Policys erlauben. Überhaupt sieht man das zentrale Management von Handys als
weiteren Vorteil auf Sicht soll auch die MVP in die restliche
Infrastruktur des Herstellers integriert werden, also etwa auch per
vClient administrierbar sein. Auch die zentrale Auslieferung von
angepassten Handy-Umgebungen werde damit erleichtert.
Hier der Link zum YouTube Video von dieser Präsentation! Bleibt abzuwarten, was für sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten mit dieser Entwicklung nun auf uns zukommen. Denn um den im Vortrag angesprochenen Vorteil von der Vermischung des privaten und geschäftlichen Phones sehe ich erst dann gegeben wenn ich auch 2 Sim Cards unterschiedlich ansprechen kann.
Archive for May, 2009
Virtualisierung betritt die Mobile Devices
Wednesday, May 20th, 2009VMWorld Europe – Der Desktop steht im Mittelpunkt
Monday, May 18th, 2009Virtualisiserungsmesse VMWorld Europe eröffnet am Dienstag in Cannes. Dort wird als den wichtigsten Wachstumsmarkt deutlcih den Desktop Bereich herausgestrichen!
“Virtually anything is possible” – die VMworld Europe 2009 ab Dienstag zu Gast in Cannes
Mit sonnigem Wetter und frühlingshaften Temperaturen empfängt das
südfranzösische Cannes in diesen Tagen die zentrale europäische
Virtualisierungsmesse: Zum zweiten Mal in Serie findet die VMworld Europe
an jenem Ort statt, der sonst vor allem für seine Filmfestpiele bekannt
ist. Ab Dienstag werden mehrere tausend IT-ExpertInnen den Vorträgen im
“Palais des Festivals” lauschen und sich über neue Trends im
Virtualisierungsbereich informieren.
Die zentralen Themen folgen dabei der im letzten Herbst
vorgegebenen Stoßrichtung: Da wäre zunächst ein mal das
Virtual-Data-Center-OS (VCD-OS), das der Hersteller selbst auch gerne
als “Betriebssystem für die ‘Wolke’” bezeichnet. Die diversen Aufgaben
sollen dabei vollautomatisch verteilt werden und zwar nicht nur
innerhalb eines Rechenzentrums sondern auch auf andere “Clouds” -ob
intern oder extern soll künftig keine Rolle mehr spielen. Das
Management für dieses ambitionierte Unterfangen übernimmt eine neue
Version der VMWare Virtual Infrastructure – oder vSphere, wie man das ganze konsequenterweise nun nennt.
Desktop
Doch auch, wenn man den allergrößten Teil der eigenen Einnahmen
im Server-Bereich macht, als Zukunftsmarkt sieht man den Desktop, wie
das Unternehmen nicht zu betonen müde wird. Mit eigenen Angeboten will
man hier nicht weniger als von einer “Geräte-zentrischen” Welt zu einem
“User-zentrischen” Ansatz zu kommen. Der Desktop wird per VMware View
zum zentral angebotenen Service, bei dem es egal ist von welchem
Endgerät darauf zugegriffen wird – automatische Synchronisierung für
die Offline-Nutzung inbegriffen.Damit dies auch wirklich funktioniert muss man freilich erst
einige technologische Hürden überwinden, ein Desktop, der in der
Funktionalität gegenüber einer “nativen” Lösung beschnitten ist, ist
schließlich kein sonderlich gutes Verkaufsargument. Entsprechend stehen
auf der momentanen Roadmap unter der Vorgabe “Bessere User-Experience”
auch Themen wie HD-Video und 3D-Unterstützung für virtuelle Maschinen
ganz oben. Ein Unterfangen für das man sich vor einigen Monaten
zusätzliches Know-How in Form des Softwareherstellers Tungsten Graphics
geschnappt hat.